Weingut Klostermühle Odernheim

 

Einige Bemerkungen zum Weingut

naheweinLage

Das Weingut Klostermühle befindet sich am Fuß des Disibodenberges, malerisch gelegen an der Mündung des Glans in die Nahe.

herbstliche Impression, Steillage Disibodenberg

 

Klima

Unsere Region, das mittlere Nahe-Gebiet im allgemeinen und Odernheim im besonderen, weist ein einzigartiges Mikroklima auf. Geschützt durch den Hunsrück in nördlicher und westlicher Richtung zählt Odernheim sowohl zu den sonnenreichsten als auch zu den trockensten Orten in ganz Deutschland. Im langjährigen Jahresmittel fällt hier weniger als 430 Liter Regen pro Quadratmeter, was nur der Hälfte des deutschen Durchschnitts entspricht.

Geschichte und Zukunft

Traubenkerne, die in einem keltischen Grab bei Weiler im oberen Nahetal gefunden wurden, belegen, daß der Weinanbau in unserer Region bereits tief in vorrömischer Zeit heimisch war.

MontfortFür den Disibodenberg wird vermutet, daß sich schon damals an diesem immer wieder als magisch empfundenen Ort ein Heiligtum befunden hat. In römischer Zeit war auf dem Disibodenberg eine Tempelanlage. Über deren genaue Lage und Gestalt ist allerdings nichts bekannt. Lediglich römische Spolien, die in den romanischen Klosterbau integriert wurden, zeugen noch von diesem Bau. Auch über Weinbau in römischer Zeit am Disibodenberg ist nichts überliefert.

Die Klostergründung soll sich dann der Legende nach so begeben haben, daß der irische Mönch Sankt Disibod im 6. Jahrhundert auf dem Disibodenberg rastete. Bei der Rast hatte er seinen Wanderstab in die Erde gesteckt, der plötzlich grünte und Knospen trieb (unseres Erachtens ein Weinstock). Viele Jahre zuvor war Disibod geweissagt worden, daß er an dem Ort, an dem ihm solches widerfahren werde, ein Kloster gründen sollte.

Von dem Kloster aus wurde das Nahe-Glan-Gebiet christianisiert. Die vielschichtige Geschichte des Klosters von der vorkarolingischen Gründung bis in das 16. Jahrhundert auch nur in Grundzügen widerzugeben, würde den Rahmen dieser kleinen Übersicht völlig sprengen. Im Hinblick auf die Geschichte unseres Weingutes ist jedenfalls festzuhalten, daß die Klostermühle als zentraler wirtschaftlicher Stützpfeiler des Klosters seit über tausend Jahren besteht und die Mönche den Weinbau um den Disibodenberg zur Blüte brachten. Unbedingt erwähnt werden muß auch, daß Hildegard von Bingen, deren Geburtstag sich im Jahr 1998 zum 900. Mal jährt, zwischen 1106 und 1148 in dem Kloster lebte. Hier hatte die weltberühmte Frau ihre Visionen, und hier befaßte sie sich auch mit den Eigenschaften und Heilkräften des Weines. Es kann als sicher angenommen werden, daß die von ihr beschriebenen "fränkischen" und "hunnischen" Weine in den Weinbergen des Klosters, unseren Weinbergen, gewachsen sind.

Nachdem in der Reformation das Kloster durch die Herzöge von Pfalz Zweibrücken säkularisiert wurde, blieben die Weinberge wie auch die Mühle in landesherrlichem Besitz und wurden verpachtet. Die neuere Zeit des Weinbaus in Odernheim und die Entwicklung unseres Weingutes in seiner heutigen Grundstuktur beruht auf der Tätigkeit der für zwei Jahrhunderte das Dorf prägenden Familie Schmidt. 1753 ließ sich in Odernheim nach einem Wanderleben der sogenannte "Ostindier" Johann Peter Schmidt nieder. Sein Sohn Abraham Schmidt der Erste begründete eine Ölmühle, die von dessen Urenkel Fritz Schmidt im Jahre 1909 in eine moderne Speiseölfabrik auf dem Gelände der Klostermühle verwandelt wurde. Diese Ölfabrik wurde ständig modernisiert, verblieb dabei bis in die achte Generation im Familienbesitz, bis 1982 nach einem Großbrand die Stillegung erfolgte.Disibodenberg

Neben der Ölfabrik pflegte Familie Schmidt mit hohem Qualitätsanspruch den Weinbau, vor allem Riesling im besten Teil des Klosterberges. Dem Interesse von Gerhard und Eugen Schmidt für französischen Burgunder ist es zu danken, daß Ende der 60er Jahre ein Burgunderweingut an der Nahe entstand. Ein neues Betriebsgebäude mit allerbester Ausstattung wurde errichtet, der Weinbergsbesitz erheblich erweitert. Der Montfort in seiner heutigen Gestalt wurde geschaffen.

In den 70er und 80er Jahren erhielten die Burgunder des Weingutes vielfältige Auszeichnungen, Beachtung in der Literatur und die Wertschätzung zahlreicher Weinfreunde. Einer von ihnen war ich selbst.

Ich kannte den Betrieb und die Weinberge schon aus Kindertagen und brachte eines Abends ein paar Flaschen Odernheimer Burgunder nach Marburg zu meinem Freund Dr. Peter Becker. Sie wurden mit Bewunderung gemeinsam getrunken. So entschlossen wir uns, als im Frühjahr 1993 der Betrieb zum Verkauf stand, zum Erwerb.

"Ohne Ihr Engagement wäre die Klostermühle vielleicht verödet" hat uns Armin Diel einmal geschrieben.Statt dessen blüht sie wieder auf:

Investitionen in Keller und Weinbergen und eine engagierte, kundige Mannschaft unter der Leitung des Diplomingenieurs für Weinbau Thomas Zenz (Betriebsleiter) und meiner Schwester Charlotte Held (Vertrieb) sorgen dafür, daß der Traditionsbetrieb mit frischem Wind ins neue Jahrtausend geht. Deutsche Spitzenweine sind noch immer stark unterbewertet. Wir glauben, daß sich dies ändern wird, denn zunehmend wird ihre einzigartige Qualität erkannt. Darin liegt eine wirtschaftliche Chance.

Vor allem aber machen wir mit Leidenschaft Wein.

Schmecken Sie das?

Christian Held

 

 

 

 


Weingut Klostermühle Odernheim

Weingut
Klostermühle Odernheim

Am Disibodenberg
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